Gabi Odermatt-Altvater

Wenn wir das Klima schützen wollen, müssen wir Energie sparen und unsere Energie anders produzieren.

Wenn wir unserem Geldbeutel was Gutes tun wollen auch.

Aus diesem Grund habe ich, seit ich im Gemeinderat bin, darauf gedrungen, dass die Gemeinde weiss, was sie an Energie verbraucht in ihren Gebäuden und dass Konzepte entwickelt werden, wie dieser Verbrauch verringert wird.

Die Gemeindebücherei ist uns lieb und teuer und das Jugendzentrum auch.

Das soll auch so bleiben.

Was aber nicht so bleiben kann, ist der ungewöhnlich hohe Energieverbrauch der Neuen Pforte.

Das ist nur ein Beispiel unter vielen.

Ich werde darauf drängen, dass man hier vom Reden zum Handeln kommt.

Als stolze Besitzerin einer eigenen Fotovoltaikanlage habe ich nicht das geringste Verständnis für die Schleiertänze und Bedenkenträgerei im Gemeinderat, mit denen bisher der Bau einer solchen Anlage auf den zahlreichen gemeindeeigenen Dächern verhindert wurde.

Auch die Strassenbeleuchtung verbraucht viel Energie und kostet deswegen auch viel Geld.
Es war deswegen richtig, dass die Gemeinde für sparsamere Lampen Mittel aus dem Konjunkturprogramm beantragt hat. Hier weiter zu machen und bald auch Erfahrungen mit der LED-Technik zu sammeln, bleibt mit und ohne Konjunkturprogramm wichtig und lohnend.

Damit wir dies alles und noch einiges mehr erreichen können, brauche ich im nächsten Gemeinderat Mitstreiter und die Grünen Fraktionsstatus.

Vom Tanzsaal zur Moschee

 

Moscheeraum Mutterstadt

Moscheeraum Mutterstadt


Wo Generationen von Mutterstadter das Tanzen erlernten, vielleicht zum ersten mal geflirtet oder sich verliebt haben, wird seit Anfang des Jahres gebetet. Unter großem finanziellen und persönlichen Einsatz der Mitglieder hat der Moscheeverein das ehemalige Feuerwehrgerätehaus (Emrichhaus) und langjährigen Sitz der Tanzschule Richter in eine Moschee mit Begegnungsstätte umgebaut. 

Am heutigen Nachmittag war die Ratsfraktion der SPD dort zu einer Besichtigung und einem Informationsgespräch. In Vorwegnahme guter fraktioneller Zusammenarbeit, durfte ich als grüner Kandidat ebenfalls und trotzt anfänglicher Bedenken der Landtagsvizepräsidentin, daran teilnehmen. Hierfür noch einmal herzlichen Dank an den Fraktionsvorsitzenden Thorsten Leva. Deutlich wurde  vor allem, dass der Moscheeverein die Nähe der Poltik und der Bürger sucht und um Tranzparenz und gute Zusammenarbeit bemüht ist. Als Grüner konnte ich es mir natürlich nicht verkneifen darauf hinzuweisen, dass nicht die SPD, sondern vor allem die Grünen, sich schon in einem frühen Stadium der Diskussion, für diese Lösung des „Problems Emrichhaus“ eingesetzt haben!

Politiker erzählen Märchen!

Dass Politiker Märchen erzählen, dürften die meisten Menschen als Binsenweisheit bezeichnen, die es nicht wert ist, hier besonders erwähnt zu werden. Aber gewöhnlich geben Politiker niemals zu, dass sie Märchen erzählen. Bei mir als hoffnungsvollem grünen Möchtegernpolitiker ist das natürlich ganz anders! Ich stehe dazu! ich erzähle Mächen!!

Im Rahmen des

Frühlingsfestes des Weltladen Mutterstadt

 am 09.05.09 ab 14 Uhr

werde ich für die kleinen Besucher des Festes

afrikanische Märchen erzählen

Ich hoffe, dass viele Mutterstadter den Weg zum Weltladen finden und die Kleinen viel Spaß an den Geschichten haben werden.

Edgar „Theo“ Doll

Rot Grün in Mutterstadt

Eigentlich ist es ja noch zu früh um über irgendwelche Koalitionen nachzudenken, aber auf lokaler Ebene gehen die Uhren manchmal etwas anders!

Am 1. Mai eröffnet die SPD traditionell die Waldfestsaison in Mutterstadt. Offenbar konnt selbst die „Volkspartei“ dabei personell an ihre Genzen, oder aber ich habe mich in den letzten Jahren so gut angestellt, dass ich wieder angesprochen wurde, ob ich nicht wieder heflen könne. Ich habe zugesagt und bin für den Weinausschank am Nachmittag eingeteilt.

Da für diese Zeit ein Besuch von Landespappa und verhinderten Kanzlerkandidaten Kurt Beck angesagt ist, kann es gut sein, dass er von einem Grünen dendlich mal reinen Wein eingeschenkt bekommt.  Sozusagen ein Vorgeschmag auf RotGrün wo auch immer.

Und wer mal einen grünen  Kandidaten bei der Arbeit für die SPD sehen will,  kann  auch gerne vorbeischauen :-))

Jetzt muß nur noch das Wetter mitspielen, wünscht sich

Edgar „Theo“ Doll

BASF und Monsanto – eine unheilige Allianz

Seit dem 21. März 2007 kooperieren BASF und der Saatgut-Konzern Monsanto bei der „Forschung, Entwicklung und Vermarktung von Genpflanzen“. Konkret heißt das: die BASF hat sich vertraglich verpflichtet im großen Maße neue, gentechnische Nutzpflanzen zu entwickeln, die anschließend und ausschließlich von Monsanto vertrieben werden sollen.

Monsanto vertreibt bereits heute 90% aller im Handel befindlichen Genpflanzen, sowie die dazu gehörigen Dünge- und Spritzmittel. Alternative Anbieter von Saatgut gibt es kaum mehr, da Monsanto in den letzten Jahren nahezu jeden Konkurrenten aufgekauft hat. Und wer sein Saatgut von Monsanto bezieht, muss auch gleichzeitig Dünger- und Spritzmittel von dort beziehen, will er die Ernteergebnisse erzielen, die Monsanto verspricht.

Noch übler als diese teure und in manchen Ländern alternativlose Rundumversorgung durch Monsanto ist allerdings die Patentpraxis der Firma. Monsanto lässt sich jede ihrer selbst oder von einem ihrer Kooperationspartner entwickelte Pflanze patentieren, was bedeutet, dass Monsanto von jedem Bauern Lizenzgebühren verlangen kann, der absichtlich oder auch unbeabsichtigt Pflanzen anbaut, die Bestandteile dieser patentierten Pflanze enthalten. Da sich die meisten Genpflanzen wie „normale“ Pflanzen über Samenflug verbreiten, ist es so auch in der näheren Umgebung von genmanipulierten Anbauflächen kaum mehr möglich gen- und lizenzfreie Pflanzen anzubauen, was nicht nur für Bio-Bauern existenzbedrohend ist, sondern auch langfristig und zunehmend teuer für alle Bauern werden wird.

Die Patentrechte von Monsanto gehen so weit, dass nicht nur die Pflanzen, die Bestandteile der patentierten Pflanzen enthalten, Monsanto gehören, sondern auch alles Saatgut, das von diesen Pflanzen geerntet wird. Dies hat vor allem für die Bauern in Afrika, Asien oder Südamerika fatale Folgen: sie können nicht mehr wie bisher einmal Saatgut kaufen und in den folgenden Jahren jeweils einen Teil ihrer Ernte als Saatgut verwenden, sondern müssen jetzt auch auf dieses von ihnen selbst produzierte Saatgut Lizenzgebühren an Monsanto bezahlen, wobei sie diese Lizenzgebühren fast genau so viel kosten wie ein kompletter Neukauf von Saatgut. Und selbst wenn es ihnen gelingt neues gen- und lizenzfreies Saatgut zu erwerben, auf den Flächen, auf denen einmal Genpflanzen angepflanzt wurden, werden immer wieder aus Samen der genmanipulierten Pflanzen neue Genpflanzen aufgehen, sich mit den genfreien mischen und neuen genmanipulierten Samen produzieren. Auf diese Weise sichert sich Monsanto quasi unumkehrbar Lizenzgebühren auf unbegrenzte Zeit. Zynischerweise behauptet die Firma mit ihren Genpflanzen den weltweiten Hunger zu bekämpfen. Das Gegenteil dürfte der Fall sein!

Beispiel Argentinien:

Als die Gen-Soja „Roundup Ready“ von Monsanto Ende der 90iger Jahre auf den Markt kam, schien es, als sei die Lösung für alle wirtschaftlichen Probleme des Landes gefunden. So war Argentinien im Jahre 1997 eines der ersten Länder, die den Anbau von Gen-Pflanzen erlaubten. Der Handel blühte, das Geld floss und bis 2002 war fast die Hälfte des argentinischen anbaufähigen Landes – 11,6 Millionen Hektar – mit Gen-Soja bepflanzt. Die Sojaproduktion eskalierte und noch heute werden Urwälder für Soja-Monokulturen abgeholzt. Für 3 Tonnen Soja verliert das Land einen Hektar Wald. Soja-Barone bezahlen die örtliche Polizei dafür, dass sie die dort lebenden Menschen gewaltsam vertreibt. 90% der Ernte – 20 Millionen Tonnen – wird als Tierfutter nach Europa und Asien exportiert. In Argentinien hat Monsanto das Saatgut erst zu normalen Preisen abgegeben. Nachdem nun fast alle Landwirte auf Gentechnik setzen – auf 90% der Felder wachsen Gen-Pflanzen – verlangt der Konzern Lizenzgebühren für die Ernte. Selbst Argentiniens Regierung spricht von Gangstermethoden. (aus dem Report von Greenpeace Deutschland, April 2005)

Die BASF hat sich – nach eigenen Angaben – für Monsanto als Geschäftspartner entschieden, weil die US-Firma eine „erfolgreiche Vermarktung“ sicher stelle und so möglichst alle Landwirte in den Genuss kommen können die wegweisenden Innovationen der BASF zu nutzen. Wer weiß, was Monsanto unter erfolgreicher Vermarktung versteht, kann ahnen wie dieser Genuss insbesondere für die Bauern in Afrika, Asien und Südamerika aussehen wird.

Der Kooperationsvertrag garantiert der BASF 40% des von Monsanto bei der Vermarktung der von BASF entwickelten genmanipulierten Pflanzen erwirtschafteten Gewinns. „Für 2025 rechnet man weltweit mit einem Markt von rund 50 Milliarden US-Dollar. Natürlich erwarten wir, dass wir einen ganz signifikanten Anteil daran haben werden, äußerte BASF-Sprecherin Susanne Benner in einem Interview in n-tv am 2. August 2007.

Ingrid Schellhammer, Mutterstadt, August 2007