Zum 1. Mai

Wie fast jedes Jahr besuchte ich auch heute die 1.Mai-Kundgebung des DGB in Ludwigshafen.
Und wie jedes Jahr trifft man dort jede Menge Bekannte mit denen man spricht und ganz traditionell dem Redner nicht zuhört.
So ging es mir auch diesmal, bis ich irgendwann vom VER.DI Landesvorsitzenden Uwe Klement mit in den Bann seiner Rede gezogen wurde.
Er sprach zwar auch von dem, von dem immer alle sprechen am 1.Mai.
Aber er sprach nicht so wie immer alle sprechen.
Es war erfrischend viel Klartext.
Herzlichen Glückwunsch Uwe zu dieser Rede.
Ich setze darauf, dass sie von VER.DI veröffenlicht wird. Dann setze ich hier einen Link und dann kann sie jeder selber lesen.
Der Versuch einer Wiedergabe meinerseits würde nur blass ausfallen.
Apropos Link:
Ich bin Mitglied von Gewerkschaftsgrün, einem Zusammenschluss grüner Gewerkschaftsmitglieder, die sowohl in Richtung Grüne für gewerkschaftliche als auch in Richtung Gewerkschaft für grüne Positionen wirbt.
Oft sitzt man so zwischen verschiedenen Stühlen und Lagern, aber das muss ja nicht der schlechteste Platz sein.
Hier der Link: http://www.gewerkschaftsgruen.de/

Walter Altvater
P.S: Ich weiss auch nicht, warum manchmal „Gabi“ und manchma „Theo“ erscheint, wenn ich einen Beitrag einstelle.

Weltladentag und Frühlingsfest 9. Mai

Plakat Weltladentag u. Frühlingsfest

Plakat Weltladentag u. Frühlingsfest

 

Natürlich ist der Verein „Initiative Eine Welt e.V.“ überparteilich und es ist jeder gern gesehen der dort mitmachen will.

Aber eine gewisse inhaltliche Nähe zu  grünen Positionen ist nicht zu übersehen und zeigt sich auch in personellen Überschneidungen. Daher hier das offizielle Plakat des Vereins zum Fest, das heute fertig wurde.

Auf das viele Menschen den Weg zum Weltladen finden und ein paar vieleicht auch dem Märchenerzähler lauschen!

Grüne kandidieren in Mutterstadt

Heute traf sich um 17 Uhr der Wahlausschuss um über die Zulassung der eingegangen Wahlvorschläge zu entscheiden.
Er liess alle eingegangenen Wahlvorschläge zu.
Es sind (Nummer bezeichnet die Listennummer) :
1. SPD
2. CDU
3. FDP
5. FWG
6. Grüne
Ausser dem Wahlvorschlag der FWG enthalten alle Wahlvorschläge 28 Kandidaten. FDP und Grüne erreichen dies durch Mehrfachnennung. Die FWG benennt 24 Kandidaten, was praktisch bedeutet, dass Wähler, die nur FWG ankreuzen 4 Stimmen verschenken.
Da wir künftig Fraktionsstatus erreichen wollen, freuen wir uns über jeden FWG-Wähler, der seine Liste mit Grünen Kandidaten auffüllt.

Walter Altvater

Erhalten statt Abwracken

Die Politik fördert einmal mehr die Wegwerfgesellschaft. Wie wäre es mit einer Langfrist-Prämie?

Von Wolfgang Kessler in Publik Forum vom 24.4.09

Abwracken ist »in«. Fast 1,5 Millionen alte Autos wurden durch den Anreiz der Abwrackprämie in wenigen Monaten verschrottet – und dafür neue gekauft. Inzwischen haben sich viele andere Branchen angehängt und bieten Abwrackprämien für alte Möbel, Elektrogeräte, Schulranzen und vieles andere mehr. Fast hat man den Eindruck, die Deutschen wollten sich eine neue Welt schaffen: Raus mit dem alten Plunder, auf zu neuen Ufern.

Doch der Schein trügt. Hinter dem Traum von der schönen, neuen Welt steckt der Glaube, man könne die gegenwärtige Krise mit den Rezepten der 1950er-Jahre lösen. Neue Autos, neue Möbel und immer neue Konsumgüter – das ist die erfolgreiche Strategie einer Armuts- oder Nachkriegsökonomie, in der die Menschen einen großen Nachholbedarf an Konsumgütern hatten. Diesen Nachholbedarf hat in Deutschland nur eine Minderheit der Bevölkerung, nämlich Niedriglöhner und Sozialhilfe-Empfänger. Doch gerade ihnen hilft die Abwrackprämie nicht.

Wer jedoch der gut versorgten Mehrheit der Bevölkerung das Abwracken von Autos, Möbeln und Geräten schmackhaft macht, beschleunigt die Wegwerfgesellschaft. Kann es sich die Welt wirklich leisten, dass die reichsten Länder ihre Bürgerinnen und Bürger ermutigen, Material, knappe Rohstoffe und Energie immer schneller zu verschleudern, auf dass für den übrigen Teil der Welt immer weniger übrig bleibt?

Diese Frage wird jedoch von der wachstumsbesessenen Ökonomie ignoriert. Hier vertraut man lieber auf die alte Parole: Je mehr Konsum, desto mehr Produktion. Je mehr Produktion, desto besser. Da ist es gut, dass sich wenigstens eine Bischöfin mutig nach vorne wagt. »Die Aufforderung, jetzt mehr zu kaufen und so die Krise zu überwinden, ist erschütternd«, sagt Maria Jepsen, die Bischöfin von Hamburg. »Wir haben offenbar gar nichts gelernt.« Damit trifft sie den Nagel auf den Kopf. In einer Zeit, in der die Wirtschaftskrise mit der Umweltkrise zusammenfällt, hat das alte Wachstumsdenken ausgedient. Gefragt ist eine nachhaltige Wirtschaftspolitik, die den sozialen und ökologischen Herausforderungen gerecht wird: Mehr Konsum sollte nur für jene Bevölkerungsgruppen gelten, die sich seit Jahren nur einschränken müssen. Dies erfordert höhere Sozialleistungen, vor allem für Familien mit mehreren Kindern.

Um den Massenkonsum mit einer ökologischen Zukunft in Einklang zu bringen, ist die Abwrackprämie genau das falsche Instrument. Das Gegenteil wäre nötig, nämlich eine »Erhaltungsprämie«, die die langfristige Nutzung eines Produktes belohnt. Einen Denkanstoß liefert Luxemburg. Dort zahlen Hauseigentümer, die ihr Heim zwanzig Jahre lang besitzen, nur 3 statt 15 Prozent Mehrwertsteuer, wenn sie am Haus etwas reparieren oder erneuern lassen. Der Effekt: Das Handwerk wird gefördert, Schwarzarbeit verliert seine Bedeutung.

Zwar lassen sich solche Modelle nicht einfach auf Deutschland übertragen, aber Nachdenken ist nicht verboten. Wie wäre es also, wenn auf Reparaturen an einem mindestens neun Jahre alten Auto nur eine geringe oder gar keine Mehrwertsteuer fällig würde? Wie wäre es, wenn diese Logik auch für viele andere langfristige Konsumgüter gelten würde – Reparieren statt Abwracken! Erhalten statt Verschleudern!

Ob dann nicht noch mehr Leute arbeitslos wären? Mitnichten. Durch eine solche Politik würde das Reparatur-, Handwerks- und Dienstleistungsgewerbe gefördert. Dort würden über die Jahre viel mehr Arbeitsplätze entstehen, während die Produktion neuer Autos und Computer mit immer mehr Technik und immer weniger Menschen geschieht. Es wäre eine Wende hin zur Stärkung der Binnenökonomie – in einer Zeit, in der die Exportwirtschaft kriselt. Und es wäre eine Wende hin zu einer Langfrist-Ökonomie, die Zukunft hat.

Erhalten statt Abwracken!

Ist auch meine Meinung dazu.

Dämmerschoppen

Für die Donnerstage 07.05. und 14.05. habe ich beim Wirt vom Palatinum einen Tisch für den Dämmerschoppen reserviert. Wir sitzen ab 20 Uhr in der Sportlerklause. Wer mit und über uns diskutieren will ist herzlich willkommen.