Vom Tanzsaal zur Moschee

 

Moscheeraum Mutterstadt

Moscheeraum Mutterstadt


Wo Generationen von Mutterstadter das Tanzen erlernten, vielleicht zum ersten mal geflirtet oder sich verliebt haben, wird seit Anfang des Jahres gebetet. Unter großem finanziellen und persönlichen Einsatz der Mitglieder hat der Moscheeverein das ehemalige Feuerwehrgerätehaus (Emrichhaus) und langjährigen Sitz der Tanzschule Richter in eine Moschee mit Begegnungsstätte umgebaut. 

Am heutigen Nachmittag war die Ratsfraktion der SPD dort zu einer Besichtigung und einem Informationsgespräch. In Vorwegnahme guter fraktioneller Zusammenarbeit, durfte ich als grüner Kandidat ebenfalls und trotzt anfänglicher Bedenken der Landtagsvizepräsidentin, daran teilnehmen. Hierfür noch einmal herzlichen Dank an den Fraktionsvorsitzenden Thorsten Leva. Deutlich wurde  vor allem, dass der Moscheeverein die Nähe der Poltik und der Bürger sucht und um Tranzparenz und gute Zusammenarbeit bemüht ist. Als Grüner konnte ich es mir natürlich nicht verkneifen darauf hinzuweisen, dass nicht die SPD, sondern vor allem die Grünen, sich schon in einem frühen Stadium der Diskussion, für diese Lösung des „Problems Emrichhaus“ eingesetzt haben!

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  1. Ingrid

    Lieber Theo,

    es freut mich, dass die SPD offensichtlich zu ihrer Entscheidung, das Emerichhaus an den Türkisch-Islamischen Verein zu verkaufen, noch immer steht, ja sogar offensichtlich das Thema zu einem ihrer Wahlkampfthemen machen will.

    Dennoch muss ich deiner Darstellung, die nahelegt, die SPD habe sich „in einem frühen Stadium der Diskussion“ für den Verkauf des Emerichhauses an den Türkisch-Islamischen Vereins eingesetzt, widersprechen: die SPD war lange Zeit geschlossen gegen den Verkauf. Bis vor zwei Jahren waren einzig die Grünen, die FDP und der damalige Bürgermeister Ewald Ledig für diese Lösung.

    Auch was die „Vorwegnahme guter fraktioneller Zusammenarbeit“ betrifft, muss ich dir widersprechen: von einem Beschluss dieser Art ist mir zumindest nichts bekannt.

    Meine persönliche Meinung zu Koalitionen: gerne koaliere ich bei inhaltlicher Übereinstimmung, aber nicht grundsätzlich. Ich wünsche mir stattdessen für die nächste Wahlperiode mehr offene Diskussionen mit weniger vorher festgelegten Koalitionen und Absprachen.

  2. theo

    Hallo Ingrid,

    Da kann man mal sehen wie das mit der Selbstwahrnehmung bzw Selbstdarstellung der SPD bestellt ist:-)
    Dank deiner Infomationen zu einem früheren Zeitpunkt, konnte ich dort ja überhaupt wiedersprechen. Dass dieses etwas diplomatisch ausviel, schließlich war ich auf einer internen SPD iVeranstaltung, hielt ich für in diesem Rahmen für angemessen.
    Damit komme ich zu dem zweiten Punkt: Ich glaube dir gerne das es keinen Beschluss über vertrauenvolle Zusammenarbeit gibt. Das habe ich auch nie behauptet, halte es auch für gefärlich. Vertrauensvolle bzw pragmatische Zusammenarbeit kann man nicht verordnen, nur wie in diesem Fall, einfach praktizieren. Bestimmte Leute in der SPD scheinen, auch nachdem ihnen klar geworden ist, das ich nicht das Anhägsel einer ihrer Kandidainnen bin, sondern bei der Konkurenz gelandet bin, weiterhin offen mit mir umgehen zu wollen.
    Ohne sie hätte ich auf die Grünen bzw. deine Verdienste in sachen Moschee überhaupt nicht hinweisen können!

    Und damit gebe ich dir im dritten deiner Punkte vollkommen recht: Koalitionen sind noch einmal eine ganz andere Kiste, insbesondere im kommunalen Bereich!

    Gruß
    Theo (der eigentlich Edgar heißt)

  3. theo

    Hallo Ingrid,
    so ich habe jetz noch zwei Worte aus dem Beitrag entfernt und hoffe so, deiner unbestrittenen Verdieste um die Moschee mehr gerecht zu werden:-))

    theo

  4. Ingrid

    So ist ok, nicht um meiner Verdienste willen, sondern schlicht und ergreifend um der Wahrheit willen. Ich mag Geschichtsklitterungen einfach nicht, egal von wem.

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