Haushaltsrede von Walter Altvater für den Haushalt 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

ich sitze heute Abend alleine hier, weil meine Frau ernsthaft krank ist, und frühestens in einem halben Jahr, – hoffentlich – wieder aktiv am Mutterstadter Ortsgeschehen teilnehmen wird.

Sie nimmt allerdings von zu Hause aus regen Anteil an dem was hier vorgeht und sie war drauf und dran sich von mir im Rollstuhl in den Ratssaal schieben zu lassen, weil sie ziemlich empört ist über die Pläne der Verwaltung die Platanen auf dem Platz vor der Neuen Pforte raus zu reißen.

Sie hat übrigens die beiden Gutachten sehr aufmerksam gelesen und ich habe das mittlerweile auch getan und die Lektüre dieser Ergüsse hat unsere Empörung nur weiter gesteigert.
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Offener Brief von Walter Altvater an die CDU Mutterstadt

Sehr geehrter Herr Lenz, sehr geehrte Frau Schulze-Berge, sehr geehrte Damen und Herren des Vorstands und der Fraktion der CDU in Mutterstadt,

Sie kennen mich als jemand, der dafür ist, die Dinge klar und deutlich beim Namen zu nennen. Insofern konnte ich mit der grundsätzlichen Intention Ihres Fastnachtswagens durchaus was anfangen. Es soll ja noch gar nicht so lange her sein, dass es Mütter gab, die ihren Kindern den Mund mit Seife auswuschen, wenn sie „unanständige“ Dinge sagten.
Ich denke, wir sind uns schnell einig, dass wir solche „Tugendwächter“ und „-wächterinnen“ nicht brauchen. Auch bin ich ganz entschieden gegen religiöse und politische Denk- und Sprech-Verbote. Eine freie Gesellschaft muss unterschiedliche Positionen aushalten.

Allerdings dürfen wir auch nicht vergessen, dass es Begriffe gibt, die durch ihre Geschichte vergiftet sind.

Hier den gesamten Brief nachlesen.

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Haushaltsrede 2015 von Walter Altvater im Gemeinderat Mutterstadt

Sehr geehrte Damen und Herren,
Kürzlich war unsere Ministerpräsidentin, Frau Malu Dreyer, bei der Sendung „Ich stelle mich“ mit Maybritt Illner. Zur Sendung gehörte auch ein Schlagabtausch mit einem westfälischen Unternehmer, der den „Politikern“ im allgemeinen und Frau Dreyer im Besonderen die Fähigkeit absprach mit Geld um zu gehen. Solches Gewäsch gehört mittlerweile in manchen Kreisen zum „guten Ton“. Dabei offenbaren dann gerade diese Sorte „Wirtschaftsfachleute“ ihre tiefe Ahnungslosigkeit.
Die meisten öffentlichen Projekte, die in den Sand gesetzt werden, wurden nicht deswegen so teuer, weil man nicht auf irgendwelche Unternehmer hört, sondern im Gegenteil: Weil man auf sie hört. So stellt mittlerweile auch der Bundesrechnungshof fest, dass public-privat-partnership vor allem eine Gelddruckmaschine für Unternehmen ist.

Hier die gesamte Rede nachlesen.

Unser Programm: Damit Grün gedeihen kann!

Vorbemerkungen
1997 begannen wir unser erstes Programm für Mutterstadt mit der folgenden Bemerkung: „Viele Mutterstädter haben ihren eigenen Garten. Aber wenn sie diesen Garten zu einem Spaziergang verlassen, dann kommen sie in eine Agrarsteppe, in der kein Gras wächst, noch nicht mal am Ackerrain. Von Büschen und Bäumen zu schweigen. Sie kommen in einen Ort, in dem Autofahren den Vorrang hat und das einzige öffentliche Grün der alte und der neue Friedhof ist.“

Wenn wir uns diese Bemerkung 17 Jahre später wieder vergegenwärtigen, erhalten wir eine durchwachsene Bilanz: Es gibt heute eine Lokale Agenda und eine Agendawiese, es gibt Tempo 30 auf den Gemeindestrassen, es gibt einen Weltladen mitten in Mutterstadt. Auch wenn wir es sehr schätzen, dass beides parteiunabhängig ist und bleibt, haben wir doch bei dieser Entwicklung nicht abseits gestanden und werden auch künftig nicht abseits stehen. Andererseits ist die Industrialisierung unserer Landwirtschaft weiter gegangen und zu ausgeräumten Landschaften ist noch eine Konzentrierung der Landwirtschaft mit all ihren Nachteilen hinzugekommen. Wir machen uns Sorge um den Erhalt unserer Böden, wenn wir sehen, wie sehr dieser Boden unter der Last der schweren Maschinen und der ganzjährigen Produktion ächzt.

Bäume an Gräben gelten immer noch als Verkehrsgefährdung, nicht als Bereicherung des Landschaftsbildes. Auf dem Mutterstadter Wochenmarkt gibt es wenig bis keine lokalen Anbieter. Im Ort werden mehr Flächen versiegelt als öffentliche und grüne Freiflächen zu schaffen, die Mutterstadt lebenswerter machen würden. Tempo 30 hat sich noch nicht flächendeckend durchgesetzt, was unsere Kinder schützen und unsere Lebensqualität deutlich erhöhen würde. Und der ÖPNV ist noch immer keine attraktive Alternative zum Auto, was gerade Jugendliche einschränkt. Und unsere Ortsmitte ist noch immer ein von Beton geprägter und nicht gerade einladender Ort. Denn was uns fehlt ist eine Ortsmitte, an der wir uns treffen und als Dorf wieder Gemeinschaft sein können.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Ideen und Visionen für Muttterstadt vorstellen.
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